Kenia, Tansania, Malawi, Zambia
14.05.-06.06.2012

 
Auf der vierten Etappe unserer Transafrikareise sind wir im Mai und Juni 2012 mit unserem Toyota von Nairobi/Kenia nach Lusaka/Zambia gefahren. Da wir den Norden von Tansania schon auf der letzten Reise besucht hatten, fuhren wir zügig in den Süden von Tansania. Dort schauten wir uns den Ruaha Nationalpark an. Weiter fuhren wir durch Malawi via Lilongwe nach Zambia. In Zambia besuchten wir den South Luangwa Nationalpark. Nach insgesamt 3833 Kilometern erreichten wir das diesmalige Ziel, Lusaka, die Hauptstadt von Zambia.

Nach dieser Reise haben wir insgesamt schon über ein Jahr in Afrika verbracht (und haben noch nicht genug davon)!


Visum

Für Kenia, Tansania und Zambia bekommt man das Visum problemlos an der Grenze. Das normale Visum für Kenia ist auch noch gültig wenn man von Tansania wieder nach Kenia zurück kommt, bzw. die Ostafrikanische Gemeinschaft (Kenia, Tansania, Uganda, Ruanda, Burundi) nicht verlassen hat. Da wir diesmal aber Kenia gleich wieder verlassen wollen, lassen wir uns ein Transitvisum für 3 Tage ausstellen (20 USD statt 50 USD).

Etwas komplizierter ist es mit dem Visum für Malawi, welches Schweizer und Österreicher benötigen (Deutsche benötigen keines). Das Malawi-Visum wird in Europa nicht ausgestellt. Offiziell muss man das Visum in einer Botschaft von Malawi beantragen, also zum Beispiel in Dar es Salaam oder Lusaka. Da wir auf einen evtl. mehrtägigen Abstecher nach Dar verzichten haben, fuhren wir ohne Visum an die Grenze. Der Zollbeamte wies uns immer wieder darauf hin, dass wir das Visum in Dar es Salaam hätten holen müssen. Höflich und geduldig entschuldigten wir uns beim Beamten und schlugen ihm vor, dass wir das Visum im Immigration Office von Mzuzu holen würden (was wir ja früher schon mal so gemacht hatten). Der Beamte meinte, dass sie in Mzuzu immer noch keine Sticker hätten (werden wohl nie welche bekommen ;-) und wir deshalb das Visum in Lilongwe holen müssten. Dort erhielten wir das Visum für 70 USD problemlos und rasch und reisten am selben Tag nach Zambia aus, was die Beamten an der Grenze etwas verwirrte.


Carnet de Passages / Zoll

Das Carnet de Passages wird für Kenia,Tansania, Malawi und Zambia verlangt. Dieses Zolldokument ist notwendig für die temporäre Einfuhr eines Fahrzeuges und wird in vielen aussereuropäischen Ländern verlangt. Man bekommt dieses Dokument beim Automobilclub (TCS, ADAC).

Dieses Mal hatten wir an der kenianischen Grenze etwas Probleme mit derselben pflichtbewussten kenianischen Zollbeamtin welche im November 2011 als Einzige unsere Chassisnummer kontrollierte. Stein des Anstosses waren jetzt die nicht bezahlten kenianischen Strassengebühren. In ihrem äusserst korrekt ausgefüllten Buch konnte sie die Ein- und Ausreisedaten lückenlos belegen. Pro unbezahlten Tag sollten wir 2 USD bezahlen plus 40 USD für die aktuellen 30 Tage, was bei 167 Tagen eine stolze Summe von 374 USD ergibt! Wir wollten eigentlich nur die nicht bezahlten Gebühren ohne Strafe zahlen, also 240 USD. Sie musste dazu den Station Manager befragen, der aber gerade in der Mittagspause war. Nach über 2 Stunden geduldigem Warten und vielen Erklärungen war es schliesslich ok, wir mussten "nur" die 240 USD bezahlen.

Etwas zeitaufwändig war die Einreise nach Zambia. Neben dem Visum (50 USD) muss man noch eine Carbon Tax für das Fahrzeug bezahlen (200'000 Kwacha bzw. 40 USD). Am längsten mussten wir auf den Stempel im Carnet warten, da der zuständige Beamte für lange Zeit spurlos verschwunden war...


Autoversicherung

Wir hatten die Versicherung von COMESA für ein Jahr in Nairobi gekauft. Hier kostete sie für Kenia mit Zusatz für das Ausland insgesamt 17000 KSH (200 CHF) und war damit einiges billiger als die COMESA von den Schleppern an der ugandischen Grenze. Im Gegensatz zu früheren Reisen mussten wir die Versicherungsdokumente diesmal mehrmals vorzeigen.


Strassenzustand, Kartenmaterial und GPS

In allen bereisten Ländern (Kenia, Tansania, Malawi, Zambia) sind fast alle Hauptstrecken geteert, aber der Zustand kann sehr unterschiedlich sein. Die schlimmsten Pisten waren die Zufahrten zum Ruaha Nationalpark (Tansania) und auch zum South Luangwa Nationalpark (Zambia).

Wir benutzten die Ostafrika- und Zambia-Zimbabwe GPS-Karte von Tracks4Africa. Auch dieses Mal haben wir damit gute Erfahrungen gemacht. Allerdings sind die Detailinformationen für Zambia eher gering und die meisten Nebenstrassen fehlen komplett.
Die Karte von OpenStreetMap hatten wir auch wieder dabei. Diese ist gratis und für Garmin GPS-Geräte. OpenStreetMap ist in und um Lusaka viel detaillierter als Track4Africa.

An Papierkarten hatten wir für Kenia und Tansania die Karten von Nelles. Vom ReiseKnowhow Verlag die Karte für Malawi und Zambia. Zusätzlich für Zambia noch die Karte vom Hupe Verlag. Fast immer haben wir mit dem GPS navigiert, so dass uns die Papierkarten nur als Übersicht dienten.


 
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